Amtliche Bekanntmachungen:

Zweckverband Abfallwirtschaft Saale-Orla (ZASO) · Wohlfarthstraße 7 · 07381 Pößneck

Telefon: (0 36 47) 44 17-0

Unsere Deponien

Verantwortung für Generationen

Ein sanfter Hügel, bewachsen mit grünem Gras, hier und da weiden vielleicht Schafe oder die Natur erobert sich ihren Raum zurück. Was für das ungeübte Auge wie eine idyllische Landschaft wirkt, ist in Wahrheit ein technisches Meisterwerk unter der Erdoberfläche.

Wir beim Zweckverband Abfallwirtschaft Saale-Orla (ZASO) kümmern uns nicht nur um das, was heute in Ihrer Tonne landet. Wir tragen auch die Verantwortung für die Vergangenheit. Unsere Deponien sind das Gedächtnis unserer Konsumgesellschaft – Orte, an denen Abfälle sicher ruhen, damit sie weder Umwelt noch Gesundheit gefährden. Doch was genau passiert eigentlich, wenn eine Deponie „voll“ ist? Und warum ist unsere Arbeit dort noch lange nicht beendet?

Mehr als nur ein Berg Müll: Was ist eine Deponie heute?

Früher kippte man Abfall einfach in eine Grube – aus den Augen, aus dem Sinn. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Heute ist eine Deponie ein komplexes geotechnisches Bauwerk. Sie dient dazu, Abfälle, die nicht recycelt werden können, dauerhaft und sicher von der Biosphäre abzuschotten.

Stellen Sie sich eine moderne Deponie wie einen Tresor für die Umwelt vor. Der Inhalt ist sicher eingeschlossen, damit keine Schadstoffe ins Grundwasser sickern oder gefährliche Gase entweichen können. Unsere Aufgabe beim ZASO ist es, diese Tresore zu bewachen, zu warten und zu pflegen – oft über Jahrzehnte hinweg.

Die „Glorreichen 10“ des Saale-Orla-Kreises

Insgesamt betreut das ZASO 10 Deponiestandorte im gesamten Verbandsgebiet. Diese Anlagen stammen größtenteils aus einer Zeit, in der Mülltrennung noch ein Fremdwort war. Sie waren teilweise bis zur Jahrtausendwende in Betrieb.

Heute befinden sich diese Standorte in der sogenannten Stilllegungs- oder Nachsorgephase. Das bedeutet: Hier wird kein neuer Müll mehr angeliefert. Stattdessen arbeiten wir daran, die „Wunden in der Landschaft“ zu heilen. Wir rekultivieren die Flächen, überwachen Sickerwasser und Deponiegas und sorgen dafür, dass diese Orte wieder sicher in die Natur integriert werden.

Ein Blick unter die Grasnarbe: Wie ist eine Deponie aufgebaut?

Vielleicht fragen Sie sich: „Wie stellen Sie sicher, dass der Müll wirklich dort bleibt, wo er ist?“ Die Antwort liegt im Schichtaufbau. Eine sichere Deponie gleicht einem hochtechnologischen Schichtkuchen – oder besser gesagt: Sie trägt einen undurchdringlichen Schutzanzug.

Interaktive Beschriftung erfolgt noch.

Um das Grundwasser und die Luft zu schützen, nutzen wir das sogenannte Multibarrierensystem:

  1. Die Basisabdichtung (Der Boden): Bevor überhaupt der erste Müll abgeladen wurde, sorgt eine Kombination aus mineralischen Dichtungen (wie Ton) und speziellen Kunststoffbahnen dafür, dass nach unten hin alles dicht ist.
  2. Der Deponiekörper (Der Inhalt): Hier lagert der verdichtete Abfall.
  3. Die Entgasung: Da Müll „arbeitet“, entstehen Gase. Über ein Drainagesystem fassen wir diese Gase und leiten sie kontrolliert ab, damit kein Druck entsteht oder klimaschädliches Methan entweicht.
  4. Die Oberflächenabdichtung (Der Deckel): Das ist das Dach der Deponie. Es verhindert, dass Regenwasser in den Müll eindringt und Schadstoffe auswäscht.
  5. Die Rekultivierungsschicht (Das Finish): Ganz oben tragen wir fruchtbaren Boden auf (oft über einen Meter dick). Hier werden Gräser, Sträucher oder Bäume gepflanzt. Die Deponie wird grün und fügt sich optisch wieder in die Landschaft ein.

Zahlen, Daten, Fakten: Unsere Standorte im Überblick

Jeder unserer zehn Standorte hat seine eigene Geschichte und Dimension. Manche sind kleine Hügel, andere fassen über eine Million Kubikmeter Volumen. Hier finden Sie alle Details zu unseren Projekten der Renaturierung:

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